Geheimnis um das Reich Gottes bleibt

Simmozheimer Mundart-Veranstaltung zieht Menge an / Auch mit der Musik Abwechslung geboten

Schwarzwälder Bote, 25. 3. 2003 - von Jeannine Rost

Einmal mehr hat der traditionelle Mundartgottesdienst mit Pfarrer Manfred Mergel zahlreiche Besucher in die evangelische Kirche in Simmozheim gelockt. Die Zuhörer in der vollbesetzten Kirche wurden nicht enttäuscht.

Den Gottesdienst auf Schwäbisch, der vier Mal im Jahr stattfindet, eröffnete der Posaunenchor aus Ostelsheim. Mit fröhlicher Musik begleitete dieser die Veranstaltung, bei der einige Köpfe nach dem Rhythmus der Posaunen hin- und herschwingten.

Mit den Worten und dem aktuellen Thema dieses Gottesdienstes "G'schickt oder ung'schickt" begrüßte Mergel die Besucher.

"Wir streben nach Vollkommenheit und Perfektion, doch das kritisiert Jesus an uns", gab Mergel der Gemeinde zu bedenken. "Doch wer für das Reich Gottes gschickt oder ungeschickt ist, wird wohl ein Geheimnis bleiben", erläuterte er. Für Abwechslung sorgte ebenfalls das "Acabella"-Quartett.

Die Gebrüder Stahl und Gebrüder Schwämmle mit ihrem musikalisch breiten Gesangsspektrum präsentierten dem Publikum fröhliche sowie nachdenkliche Lieder auf schwäbisch, hochdeutsch und afrikanisch. Auf den Wunsch des Pfarrers spielten sie einen Song namens "homeless" aus Afrika, der die Besucher durch perfekt musikalisch dargestellte (Tier-) Geräusche aus der Natur Afrikas sowie afrikanischem Rhythmus beeindruckte.

Die Gäste jubelten und klatschten dem Quartett zu. Zum Schluss wurde die Gemeinde animiert, das Lied "Gott isch dr Graischt" mitzusingen. Nach einer Dankesrede des Pfarrers für die Spende des letzten Mundart-Gottesdienstes, das die Anschaffung eines Kassettenkopiergerätes für die Gemeinde ermöglichte, klang der Gottesdienst bei Kaffee und Kuchen aus.

Um eine weitere Spende wird die Gemeinde gebeten, da man Tassen mit dem Logo der Kirche und mit der Aufschrift "In unserer Kirch wird schwäbisch g'schwätzt" anschaffen möchte.